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Wurftechnik im Dartsport

Darts-Technik

Ballistik

Wer an seiner Wurftechnik arbeitet, muß beim Dart anfangen. Darts unterliegen der Ballistik und fliegen immer auf der Flugbahn des Schwerpunkts. Daher muß man diesen zuerst finden. Dazu legt man den Dart auf einen Finger und verschiebt ihn solange, bis der Dart ohne festzuhalten liegen bleibt.

Hat man einmal das Gleichgewicht des Darts gefunden, so ändert sich dieser nicht mehr, solange der Aufbau des Darts nicht verändert wird. Bei dem Wechsel auf andere Flights, Schäfte oder Spitzen kann sich der Schwerpunkt verschieben, was sich dann auch wieder auf die Flugbahn auswirkt. Hierbei sind sowohl Form, wie auch Länge und Gewicht des Zubehörs wichtig.

Der Flight des Darts stabilisiert die Flugbahn des Darts und sorgt für den Auftrieb. Er ist mit Flugzeugflügeln vergleichbar. Es bauen sich kleine Luftpolster aus, welche den Dart länger in der Luft halten. Nachdem der Dart die Hand verlassen hat, ist es normal, daß der Dart in der Luft wackelt. Erst nach einigen Zentimetern stabilisiert sich seine Flugbahn. Je schneller und fester der Dart geworfen wird, umso eher stabilisiert sich der Dart auch. Dies erhöht die Trefferchance.


Körperhaltung

Nehmen wir uns der Körperhaltung von unten nach oben an:
Der Stand des Dartspielers muß möglichst natürlich und bequem sein. Hierdurch ist der Spieler lockerer, kann sich besser konzentrieren und hat dazu auch noch mehr Spaß beim Spiel. Die Körperhaltung ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Wichtig ist dabei nur, stabil zu stehen und zu treffen. Der Rest ist individuell. Die folgenden Ausführungen hierzu sind aus unserer Erfahrung und entsprechen der Lehrmeinung der Fachliteratur.
Die Füße sollten von der Breite her immer vor dem Board stehn. Der vordere Fuß (gleiche Seite, wie die Wurfhand) steht ungefähr im 45 Grad Winkel zum Board, der andere Fuß parallel oder leicht abgewinkelt dahinter, mit einem Abstand von mindestens ½ Schulterbreite. Das Gewicht sollte leicht auf den vorderen Fuß verlagert sein. Wichtig ist es dabei stabil und sicher zu stehen. Das Standbein (vorne) muß durchgestreckt sein, aber spannen Sie sich nicht an, nur durchstrecken.
Der Oberkörper muß aufrecht sein, mit den Schultern senkrecht zum Dartboard. Ein leichtes Vorbeugen verkürzt den Abstand zum Ziel, wodurch das Zielen vereinfacht wird. Der Wurfarm stellt die Verlängerung der Schulterlinie dar, und der Dart sollte in Augenhöhe gehalten werden. Hierbei sind extreme Verdrehungen der Schultern oder des Arms zu vermeiden. Der Unterarm und der Oberarm bilden einen rechten Winkel. Der andere Arm hält die restlichen Darts und übergibt sie der Wurfhand so, daß die Wurfposition möglichst nicht verlassen wird.
Die Handstellung ist aufrecht und so, daß der Dart sich über dem Unterarm befindet. Die Finger halten den Dart umschlossen. Dazu gibt es verschiedene Varianten: Grundsätzlich hält den Dart von unten der Daumen fest. Dieser liegt direkt hinter dem Schwerpunkt des Darts. Nun können von oben zwei oder drei Finger den Dart stabilisieren. Der Zeigefinger liegt dabei grob über dem Daumen. Möglich ist es auch, daß der Mittelfinger den Dart aufliegen läßt. Üben Sie keinen oder nur sehr wenig Druck auf den Dart aus. Wichtig dabei ist immer, daß die Dartspitze waagerecht in der Hand liegt. Die richtige Fingerstellung ist gefunden, wenn der Dart angenehm in der Hand liegt und das anvisierte Ziel getroffen wird.

Der Wurf

Nun zielen Sie mit dem Dart auf ein bestimmtes Ziel. Werfen Sie den Dart nun in Richtung des Zieles, aus dem Unterarm heraus. Nach dem Wurf versuchen Sie mit dem Zeigefinger auf das Ziel zu zeigen (direkt aus der Wurfbewegung heraus!). Dies beschleunigt den Dart und hilft Ihnen die Hand während des Wurfs ruhig zu halten.

Folgendes können Sie ändern, wenn der Dart nicht das gewünschte Ziel erreicht hat:
Noch ein Tip: Wenn das Ziel durch andere Darts verdeckt ist, gehen Sie einfach einen Schritt zur Seite, dann ist das Ziel wieder frei.

Viel Erfolg und denken Sie daran: Jeder hat seinen eigenen Wurfstil und seine eigene Körperhaltung. Der Rest ist Übung.

Quellen:
Richard W. von Romatowski-Sohlbach: Darts, Niedernhausen/Ts., 1998